Kooperation

Enge Zusammenarbeit mit Krankengymnasten, Ergotherapeuten und allen Kooperationspartnern mit klaren, untereinander abgestimmten Zielen.

In diesem Zusammenhang sind folgende Fragen zu stellen:

 

Welche Aufgabe kann und will die Familie übernehmen?

Gibt es Freunde, die unterstützten möchten?

Inwieweit lässt sich die Nachbarschaft mobilisieren?

Was ist mit der Gemeinde, dem Seniorenkreis und anderen sozialen Angeboten?

Gibt es jemanden, der bereit ist, die Seniorin /den Senioren abzuholen und wieder nach Hause zu bringen?

Welche Unterstützung brauchen die jeweiligen Helfer, um angstfrei eine Aufgabe bei der Unterstützung des Hilfebedürftigen zu übernehmen?

Andere Projekte (Klaus Dörner / Gütersloh) haben gezeigt, dass sich bei entsprechendem Einsatz überraschend viele soziale Ressourcen heben lassen.

 

Die Aufgabe der Bezugspflegekraft ist es hierbei, Bindung, Vertrauen und Sicherheit zu schaffen.

 

 

Wiederherstellung größtmöglicher Selbständigkeit im eigenen Zuhause durch ambulant organisierte Rehabilitation:

 

Stationäre Rehabilitationsmaßnahmen sind für Senioren, besonders bei einer dementieren Entwicklung selten erfolgversprechend.

Eine fremde Umgebung verstört eher, als dass sie stabilisiert.

Nach einem Krankenhausaufenthalt ist oft schwer zu beurteilen, ob es einem älteren Menschen wieder gelingt, in der eigenen Häuslichkeit zurechtzukommen.

Hier wird im Zweifel in Deutschland schnell die stationäre Unterbringung in einem Alten- und Pflegeheim in die Wege geleitet, um mögliche Risiken zu vermeiden.

Der Hilfebedürftige hat jedoch ein Recht darauf, den Versuch zu unternehmen, sich im eigenen Zuhause wieder zurechtzufinden.

Eine intensiv begleitete praxisnahe, zielorientierte und unter den Akteuren (Bezugspflegekraft / Pflegeberaterin / Ärzte / Physiotherapeuten / Ergotherapeuten / Angehörigen / Freunden / Nachbarn) abgestimmte Rehabilitation gerade in der ersten sensiblen Phase könnte die Zahl der Heimunterbringungen enorm reduzieren.

Dies zeigen Ansätze aus den skandinavischen Ländern, bei der die Zahl der Heimunterbringungen um bis zu 60% reduziert werden konnte.

Dies entspricht nicht nur dem politischen Willen (Ambulant vor Stationär), sondern dem Willen der allermeisten Menschen in der Vierten Lebensphase, solange sie sozial eingebunden sind.

Unsere Kooperationspartner

Senioren Wohngemeinschaft Sankt Jürgen Tandem-Logo

Die Aufgabe der Pflegekraft ist hierbei, eine umfassende Überleitung zum Beispiel nach einem Krankenhausaufenthalt oder einer gesundheitlichen Krise zu organisieren.

 

Dies beinhaltet folgende Aufgaben:

 

Besuch des Hilfebedürftigen im Krankenhaus oder zuhause. Hierbei geht es darum, sich ein Bild der Fähigkeiten, Einschränkungen und Potenziale zu machen.

Gespräch mit Angehörigen, Nachbarn und Helfern, um die sozialen Ressourcen

Im Umfeld des Hilfebedürftigen und deren Unterstützungsbedarf zu erfassen.

Kontaktaufnahme mit dem Hausarzt und den Therapeuten, um einen reibungslosen, begleiteten Übergang in die Häuslichkeit zu ermöglichen.

Netzwerkaufbau: Verbindung aller an der Unterstützung, Therapie und Pflege beteiligen durch eine App, die geplante Besuche, Veränderungen und Therapieziele an alle Akteure kommuniziert.

 

Der Hilfebedürftige erfährt Sicherheit und Verlässlichkeit, weil das gesamte Soziale Netz der Menschen um ihn herum um seine Belange um einander wissen.